Darf man das?

Vergangenen Freitag hat Sigmar Gabriel einer Gruppe Rechtsradikaler Pöbler, die seine Wahlkampfveranstaltung mit Rufen und Plakaten sabotierten, den Mittelfinger gezeigt. Zuerst dachte ich mir „Das ist nicht die richtige Reaktion um sich diesen Menschen zu stellen“ und „Jemand von seinem Format sollte sich nicht so herablassen“. Aber stimmt das? Darf man das?

Mittlerweile bin ich zum Schluss gekommen: Ja, man darf das! Auch als SPD Vorsitzender. Natürlich ist das keine Art sich auf einen Diskurs ein zu lassen – natürlich sollte man Kritikern eher mit Fakten und Argumenten begegnen als mit schnöden Gesten vulgärer Art. Aber darf ein Politiker der fast tagtäglich von rechten Randgruppen unserer Gesellschaft beleidigt, bespuckt, angepöbelt und bedroht wird, nicht auch mal emotional reagieren? Er darf! Denn in diesem Moment war die Gegenseite, eine Gruppe, der NPD nahestehender Demonstranten, auch nicht auf eine ernsthafte sachbezogene Diskussion aus – nannten den SPD Mann „Volksverräter“. In solchen Situationen gestehe ich es jemandem zu, den Mittelfinger zu zeigen. Zu zeigen, dass man sich nicht durch Masken, Drohungen und Pöbeleien einschüchtern lässt, zeigt das man KEINE ANGST hat.

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