Gleiche Vorteile für Homo Ehe wie für Hetero Ehe?

Quelle: www.sueddeutsche.de
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Derzeit wird in den Medien ja heftigst darüber diskutiert ob man Homo Ehen den „normalen“ Ehen gleichstellen soll. Gleichstellung auch in ihren steuerlichen Vorteilen – genau wie in sozialen Vorteilen wie beispielsweise Kindesadoption.

Als interessierter, jedoch leider nicht wahlberechtigter Bürger, macht man sich natürlich Gedanken über dieses Thema. Um mir ein Bild zu machen bin ich an die Wurzel dessen gegangen und habe mir mal den Artikel 6 Grundgesetz:

(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.
(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.
(3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.
(4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.
(5) Den unehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gesellschaft zu schaffen wie den ehelichen Kindern.

Nun muss man „EHE“ und „FAMILIE“ erst einmal definieren. Hierzu ebenfalls das Grundgesetz:

Als Ehe wird eine „auf lebenslange Verbindung gerichtete Gemeinschaft zweier Erwachsener“ definiert, die Familie beinhaltet neben Eltern und leiblichen Kindern auch Stief-, Pflege- und Adoptivkinder.

Wenn mich nicht alles täuscht ist nirgends die Rede vom Geschlecht von Ehepartnern. Mag sein, dass das irgendwo versteckt geschrieben steht – das ignoriere ich aber mal geflissentlich.

Für mein Verständnis besagt das Grundgesetzt das sich zwei Erwachsene, also nach dem Gesetz 18 Jährige, heiraten dürfen. Die Ehe, als Keimzelle der Familie, muss geschützt werden und bedarf gesonderter Rechte. Und genau das ist auch meine Meinung. Ehen, egal ob zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern oder das klassische „Männlein – Weiblein“ verdienen den Schutz des Staates denn sie sind die Keimzelle von Liebe und von Familie. Als solches sollen sie eben die Privilegien erhalten die sie dazu brauchen.

Allerdings zählt zu diesen Privilegien auch eine steuerliche Bevorteilung der Ehe? Und genau hier setzte mein Gedanke an. „Wieso muss die Ehe steuerlich bevorteilt werden?“ Das die Familie, also mit Kindern, Vorteile braucht, da unser Land und unsere Gesellschaft von Nachwuchs leben und es ohnehin schon finanziell schwierig ist Kindern groß zu ziehen, ist klar. Das der Staat hieran ein Interesse hat, auch. Aber nur reine Eheleute? Dies fördert unter Umständen die Heirat rein aus finanziellen Interessen und nicht aus dem Interesse heraus Kinder zu kriegen. Meine Vermutung wäre, dass solche Ehen auch weniger lange halten als wirkliche Liebesheiraten. Und Ehen ohne Kinder? Wieso sollte man einen Doppelverdiener-Haushalt ohne Kinder steuerlich bevorteilen? Ebenso: Wieso sollte man ein homosexuelles verheiratetes Paar steuerlich bevorteilen?

Ganz anders sieht es wieder bei Familien aus. Familien bedürfen der Hilfe des Staates. Sie sollte man steuerlich bevorteilen. Meinetwegen mit all dem Geld, das man bei der steuerlichen Bevorteilung von Ehen vorher verwendet hat. Natürlich nicht nur in dem man das Kindergeld ins unermessliche steigert – sondern auch mit Kindertagesstätten, Kindergärten, Kinderbetreuung und all dem was man sich da noch denken kann. Inklusive besserem schulischen Angeboten.

Das gepaart mit der rechtlichen Gleichstellung von Homosexuellen Ehen würde, meiner Meinung nacht, unsere Gesellschaft einen großen Schritt nach vorne bringen.

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2 thoughts on “Gleiche Vorteile für Homo Ehe wie für Hetero Ehe?

  1. Absurd: die Ehe wird schon in der Weimarer Verfassung als Verbindung zwischen den Geschlechtern ganz klar definiert:

    „Die Ehe steht als Grundlage des Familienlebens und der Erhaltung und Vermehrung der Nation unter dem besonderen Schutz der Verfassung. Diese beruht auf der Gleichberechtigung der beiden Geschlechter.“

    1. Nun frage ich mich aber „wieso kann eine Gemeinschaft bestehend aus zwei Gleichgeschlechtlichen und möglicherweise adoptierten Kindern keine Familie sein? Wieso Schützt eine Gemeinsachft aus zwei Gleichgeschlechtlichen nicht die Verfassung?“. Und wenn es nur um die Erhaltung und Vermehrung der Nation geht, sollte es um so mehr verboten oder verwerflich sein aus steuerlichen Gründen und ohne Nachwuchs zu heiraten. Die Tatsache das man Homosexuellen einen solchen Status gewährt – dadurch wird kein Kind weniger geboren werden – wird keine Verfassung geschädigt und das bestehende Familienleben wird nicht tangiert.

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